Intermittent Fasting – die Zauberformel zum Glück?

Kurzes Szenario: der Sommerurlaub naht, die Figur passt aber noch nicht so wirklich, da gefühlt jedes Wochenende Grillabende mit viel Wein anstehen. Immerhin hast Du schon den Weg zu esport gefunden, machst dort einmal die Woche brav Dein EMS-Training, isst etwas weniger an besagten Grillabenden, aber bei 100% bist Du immer noch nicht. Kennste? Dann könnte das Intermittent Fasting (IF) etwas für dich sein.

Wörtlich übersetzt ist das IF ein unterbrochenes Fasten – ihr arbeitet also in der Regel mit zwei Zeitfenstern in denen ihr (mehr oder weniger) frei essen könnt oder nichts esst. Zwei bekannte Methoden sind die 8/16- und die 5/2-Methode.

Die 8/16 Methode
Nach dieser IF-Methode teilt ihr euch den Tag in ein ca. 8 stündiges Essfenster ein, indem ihr Euren Kalorienbedarf je nach Trainingsziel einnehmt. Und die restlichen ca. 16 Stunden darf es lediglich Kaffee, Wasser, ungesüßter Tee o.Ä. sein – klingt böse? Ist halb so wild. Wir verbringen ja idealerweise eh 7-9 Stunden schlafend im Bett, womit ein großer Teil des Fastenfensters rum wäre. Und abends noch etwas zu essen macht ja eh dick, oder? 😉

Die 5/2-Methode
Auch bekannt als „Fast Diet“ von Dr. Michael Mosley (Buchempfehlung siehe unten). 5 Tage wird im normalen Kalorienbedarf nach Trainingsziel gegessen, 2 Tage fahrt ihr auf 600kcal (Männer) bzw 500kcal (Frauen) runter. Ja, wirklich! Eine bis max. 2 Mahlzeiten an den Fastentagen. Und dann schaut mal, was euch länger satt hält. Die Kohlenhydratbomben mit Nudeln o.Ä.? Oder vielleicht doch eher das schöne eiweißreiche Steak mit ein wenig Brokkoli? Austesten!

Aber warum genau sollte man sich das antun? Kurzum: ihr habt mit diesem Protokoll zumindest eine gute Chance Muskel aufzubauen und gleichzeitig Fett zu verlieren. Das ganze kurz und sehr vereinfacht erklärt: nehmt ihr Nahrung zu euch, schüttet der Körper Insulin aus. Insulin hat eine Transportfunktion. Seid ihr jetzt also fleißig beim EMS-Training und ernährt euch enstprechend eures Kalorienbedarfs, wird das Insulin die Nährstoffe direkt Richtung Muskulatur leiten (Stichwort „Insulinsensitivität“) – da werden sie am meisten gebraucht. Esst ihr allerdings dauerhaft zu viel, reagiert der Körper nicht mehr sonderlich gut auf das Insulin und ihr speichert mehr Fett – auch wenn ihr weiter EMS macht. Und genau das sollen diese Fastenintervalle verhindern.

Nun, die Zauberformel zum Glück ist das IF vielleicht nicht, aber es führt zur Quintessenz des Fettverlustes: das Kaloriendefizit! Esst ihr etwas weniger als ihr braucht, nehmt ihr ab. Und genau dabei können Euch die beschriebenen Methoden helfen. Und natürlich das EMS-Training bei esport.

In diesem Sinne: bleibt smart.

Quellen des Artikels:

Intermittent Fasting: Die 5/2 Diät für Kraftsportler

Intermittent Fasting 2.0: Funktionelles Fasten


„The Fast Diet“ von Dr. Michael Mosley und Mimi Spencer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.